Roboterdoppelzelle zum Bürsten von Zinkdruckgussteilen. Die Zuführung der Teile geschieht über Trays auf einem Rollwagen. Die Position der Teile in den Trays wird per Bildverarbeitung ermittelt. Die Roboter entnehmen die Teile, zentrieren diese und fahren variantenspezifische Bürstprogramme ab. Um alle Flächen bürsten zu können, gibt der Roboter die Teile in eine Wendestation, um einen anderen Greifpunkt zu benutzen. Nach dem Bürsten wird das Teil auf den Fertigteil-Wagen abgelegt. Die Trays werden von dem Zuführ-Wagen auf den Fertigteil-Wagen gestapelt. Um eine große Variantenvielfalt abzudecken, kann an der Greiferwechselstation zwischen sechs unterschiedlichen Greifern gewählt werden.

Eine Besonderheit der Anlage ist das Erstellen individueller Bürstprogramme. Hier können verschiedenen Roboterfahren per Drag'n'Drop erstellt werden. Der Roboter kann zum Anfahren der Teachposition mittels einer 3D-Maus gesteuert werden. Dies macht das Einlernen neuer Fahrten besonders einfach.


Artikel von fertigung.de

https://www.fertigung.de/news/neuheiten-und-trends/mit-volldampf-richtung-zukunft-253.html


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Bildergalerie

Die beiden Roboter in der Entgratzelle bearbeiten im Dreischichtbetrieb annähernd parallel die jeweiligen Druckgussteile. (Bildquelle: SCHUNK)
Dabei entnehmen die Roboter die Teile kameragestützt aus Trays, zentrieren diese und fahren drehzahlgeregelt die individuell für jedes Bauteil hinterlegten Bürstprogramme ab, um die scharfkantigen Trennlinien der Rohlinge zuverlässig zu entgraten. (Bildquelle: SCHUNK)
Die Bürstprogramme können für jede einzelne Variante per Drag'n'Drop erstellt werden. Die Roboterfahrten können per 3D-SpaceMaus eingelernt werden. (Bildquelle: SCHUNK)
Für die Vielfalt an Teilen wurde eine Handwechselstation vorgesehen, um automatisch auf die unterschiedlichen Roboterhände wechseln zu können. (Bildquelle: SCHUNK)
Speziell für Teile mit unterschiedlichen Greifdurchmessern, wie diesem Kessel der Dampflokomotive MÄRKLIN 37548, haben wir die beiden SCHUNK KGG zu einem Doppelgreifer kombiniert (Bildquelle: SCHUNK)
Hier wird die Lok in der Wechselstation gedreht, um sie innen oder außen greifen zu können. So können alle Konturen entgraten werden. (Bildquelle: SCHUNK)
Speziell für Teile mit unterschiedlichen Greifdurchmessern, wie diesem Kessel der Dampflokomotive MÄRKLIN 37548, haben wir die beiden SCHUNK KGG zu einem Doppelgreifer kombiniert. (Quelle: SCHUNK)
Über den Motorstrom der rotierenden Bürsten wird deren Abnutzung erkannt und automatisch die Roboterpostionen zugestellt, so dass die Qualität immer gleich bleibt. (Bildquelle: SCHUNK)
seitzinger popp software teach betrieb
Hier die Softwareoberfläche des Teach-Betriebs zum Erstellen der Bürstprogramme. Verschiedene Fahrten können per Drag'n'Drop zusammengestellt werden. Interne Softwaremeachanismen machen eine Bereichs- und Eingabeüberprüfung und verhindern Kollisonen.